Zukunftsfelder und Bildung von Zukunftskompetenzen: Industrie_Technik_Science_Wirtschaft

Das Problemfeld der fehlenden Fachkräfte ist allseits bekannt. Besonders in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen ist ein absoluter Mangel offensichtlich, der bereits jetzt Wettbewerbsnachteile auf lange Frist erwarten lässt. In vielen Betrieben können Stellen einfach nicht besetzt werden, wodurch strategische Nachteile für diese Unternehmen zu erwarten sind. Die Marktentwicklungen zeigen, dass dem Thema höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, um die Attraktivität und das Image dieser Zukunftsfelder von Industrie, Technik und Wissenschaft zu steigern.

Aus sozioökonomischer Perspektive ist es für den Wirtschaftsstandort nicht nur bedrohlich, wenn ExpertInnen der Technik und Naturwissenschaften fehlen, sondern wirklich gefährlich, wenn die breite Masse notwendige technische Skills nicht beherrscht. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund einer zunehmenden Technisierung und einem zunehmenden Einsatz von Technik in unterschiedlichen beruflichen Feldern bedenklich. Der internationale Wettbewerb, der Effizienzdruck und die Technisierung der Gesellschaft machen es notwendig, dass die Auseinandersetzung und die selbstverständliche Nutzung von Technik möglichst frühzeitig aufgegriffen und unterstützt wird.

Besonders bei Kindern und Jugendlichen muss eine technophile Grundhaltung gefördert werden, um dem vielfach abnehmenden Verständnis für Technik entgegenzuwirken. Für die Natur- und Ingenieurwissenschaften gilt es, imagebildende Maßnahmen zu setzen, mit der Betonung dass die Technik und dazugehörige Berufe eine zentrale Rolle auch im 21. Jahrhundert einnehmen.

Besonders bedeutend erachten ExpertInnen, mit entsprechenden Initiativen bereits bei Kindern anzusetzen. Diese brauchen eine besonders einfühlsame und spielerische Einführung in die spannende Welt der Technik. Die kindgerechte Aufbereitung von entsprechenden Inhalten und das zur Verfügung stellen von Zeit und Raum ist dazu das wesentlichste Instrument überhaupt. Und darin sehen wir unsere Aufgabe. Wir glauben, dass es nicht ausreicht, kurz vor der Berufs- oder Studienwahl Jugendliche mit Informationen zu Karrieremöglichkeiten zu versorgen. „Strategische“ Interessensarbeit beginnt im frühesten Kindesalter.